Idee

Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis prämiert die besten Beiträge, die über das jeweilige Nachbarland fair und offen berichtet haben und die im Vorjahr in Printmedien, Hörfunk oder Fernsehen erstmalig gedruckt, gesendet oder im Internet veröffentlicht wurden. Das Preisgeld für jede Kategorie beträgt 5.000 Euro. Eine unabhängige Jury wählt die Besten unter den eingereichten Beiträgen aus.


Die eingereichten Veröffentlichungen sollen konkret dazu beitragen, das Wissen von Deutschen und Polen übereinander zu erweitern, das gegenseitige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu verbessern, das Alltagsleben auf beiden Seiten dem jeweiligen Nachbarn näherzubringen und das Zusammenleben in der Europäischen Union zu fördern. In den Beiträgen können sämtliche Aspekte des deutsch-polnischen Verhältnisses thematisiert werden. Bevorzugt werden Beiträge mit einem Bezug zur aktuellen Entwicklung im Nachbarland. Aber auch Artikel und Sendungen, die sich mit der schwierigen gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte auseinandersetzen, haben eine gute Chance, prämiert zu werden.

Seit 1997 wird der Deutsch-Polnische Journalistenpreis jährlich vergeben. Seit 2008 wird der Preis während der Deutsch-Polnischen Medientage verliehen. Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis wird von den drei Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, dem Freistaat Sachsen, den drei Woiwodschaften Lebuser Land, Niederschlesien und Westpommern sowie der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gestiftet.

 

Im Jahr 2013 wurde der Deutsch-Polnische Journalistenpreis während der 6. Deutsch-Polnischen Medientage verliehen. Gastgeber war die Woiwodschaft Niederschlesien. Die Medientage haben vom 6. bis 8. Juni 2013 in Wocław (Breslau) stattgefunden.

 

Im Dezember 2013 hat der Deutsch-Polnische Journalistenpreis den Namen Tadeusz Mazowieckis erhalten. Mit diesem Beschluss haben die Preisstifter ihrer Anerkennung für das journalistische Engagement des Bürgerrechtlers und ersten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Polens nach 1989, Tadeusz Mazowiecki, Ausdruck verliehen. Im Jahr 2014 wurde mit dem Preis erstmals auch in der Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“ ein Beitrag ausgezeichnet, der beispielgebend das Zusammenwachsen und die Veränderungen im Alltag in der Grenzregion dokumentiert und von Journalistinnen und Journalisten aus den sechs Partnerregionen verfasst wurde.